Es macht Spaß, sich über
die Führer eines Landes aufzuregen. Die Menschen gehen
diesem Hobby bereits seit Hunderten von Jahren nach.
Kritik an den Entscheidungen der Machthaber ist wichtig
und gilt als Motor der Demokratie. Das Volk soll
entscheiden. Und wenn es der Meinung ist, ein Politiker
oder seine Partei treffe die falschen Entscheidungen, so
schwinden deren Chancen auf eine erfolgreiche Widerwahl.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems ist zweifelsfrei
die Manipulation des Volkes durch die Medien. Die Macher
hinter den Nachrichtenmagazinen und die Verfasser
politischer Artikel tragen zur Meinungsbildung der
Menschen bei. Trotz immer größer werdender Präsenz der
Medien, ist das kein neues Phänomen. Es gab wohl keine
Zeit in der Geschichte, in der die Meinung des Volkes
nicht in irgendeine Richtung gelenkt wurde. Da es in
unserer Welt kein Richtig und kein Falsch gibt, ist das
auch völlig in Ordnung. Wir erleben die Bipolarität oder
das Yin & Yang in allen Bereichen des Lebens. So wird auch
das politische Handeln niemals mit der Meinung aller
Menschen übereinstimmen.
Aber was geschieht, wenn
die Politiker die Kontrolle über Ihr Handeln verlieren?
Was ist, wenn sie durch bestimmte Umstände in ihrer
Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt werden? Und was ist,
wenn sie versprechen, sich für diese und jene Meinung
einzusetzen und Wohlstand über ihr Land zu bringen und
dann plötzlich einen Kurs vertreten, der mehr als
ungewöhnlich erscheint? Richtig! Sie werden wahrscheinlich
nicht wiedergewählt. Doch was ist, wenn ein Staatschef
sein Land in einen Krieg führt, weil er und seine Kollegen
unter Verfolgungswahn leiden? So eine Entscheidung hat
schwerwiegende Folgen.
Ist es möglich, daß
Risiko eines solchen Fehlverhaltens auszuschalten oder zu
minimieren?
Eine Möglichkeit wäre es,
die Politiker eines Landes regelmäßig von einem
unabhängigen Psychologen „durchchecken“ zu lassen. Das
Problem liegt dabei aber wahrscheinlich in dem Wörtchen
„unabhängigen“. Sollte diese Möglichkeit ausfallen, ist es
unerläßlich, daß ein Politiker selbstständig auf seine
psychische Verfassung achtet.
Stellen Sie sich vor, der
Junkie den Sie immer am Bahnhof herumliegen sehen, würde
die wichtigsten Entscheidungen des Landes – und demzufolge
über Ihr Leben - fällen.
„Das ist doch an den
Haaren herbeigezogen!“ sagen Sie.
Ist es das wirklich?
Worin liegt der Unterschied zu einem Politiker der
regelmäßig Alkohol in sich hineinschüttet und damit aktiv
zur Entstehung seiner Psychosen beiträgt?
Es ist kein Ammenmärchen,
das ein Teil der Politiker trinkt. Sie brauchen nur mal
eine feierliche Eröffnung mit politischer Beteiligung oder
einen Staatsempfang zu besuchen. Da heißt es unter
Garantie mindestens einmal „hoch die Becher!“. Weiterhin
gilt als erwiesen, daß einige Politiker ihre Nase immer
mal wieder in den „Koksnapf“ stecken. Aber auch Raucher,
Kiffer und Tablettensüchtige sind keine Seltenheit in den
Führungsetagen unseres Landes.
Ich will damit nicht
sagen, daß ich diesen Menschen verbieten möchte, Drogen zu
nehmen. Die Entscheidung muß jeder für sich fällen. Aber
ich möchte mich als freier Bürger meines Landes in der
Gewißheit wägen, daß diejenigen, denen ich die
Entscheidungen über mein Leben überlasse auch in der Lage
sind, diese zu fällen. Einem Drogenkonsumenten möchte ich
diese Aufgabe nur ungern überlassen.
Mir wird immer ganz heiß
und der Schweiß rinnt mir über die Stirn, wenn ich daran
denke, wie ein paar zugekokste Politiker eines morgens
über Krieg und Nichtkrieg mit einem anderen Land
entscheiden.
Und dann überlege ich,
was wohl passiert wäre, wenn jemand es geschafft hätte,
Hitler von den Amphetaminen und dem Kokain abzuhalten….