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Buch

Einleitung
Teil1 - Phil. Sichtweisen
Teil2 - Wiss. Erklärungen
Teil3 - Lösungen
Teil4 - Standpunkte
         Legal - Illegal?
         Aufklärung
         Drogen als Medizin
         Tierversuche
         Politiker auf Drogen
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Teil4 - Standpunkte - Tierversuche

 

Tierversuche

 

Zugedröhnte Versuchsratten

 

In unserer furchtbaren Ellbogengesellschaft, in der die zwischenmenschliche Kommunikation zunehmend an Bedeutung verliert und sich jeder nur um sein eigenes Wohl kümmert, werden immer mehr Tiere zum wichtigsten „Lebenspartner“ des Menschen. Eine knuddelige Hauskatze ist im Gegensatz zu einem mürrischen Ehemann immer lieb, widerspricht nicht, schlägt nicht und kuschelt gerne. Die Tierliebe macht sich vor allem in den steigenden Umsätzen der Futtermittelhersteller und am steigenden Kontostand zahlreicher Tierschutzorganisationen bemerkbar. Werden im Fernsehen oder in der Presse Bilder von gequälten Tieren veröffentlicht, ist das Entsetzen des Zuschauers oftmals größer als beim Anblick eines erschossenen Menschen. Wie es dazu kommen konnte, daß Lebewesen, die ursprünglich unserer Ernährung dienten, in der heutigen Zeit von uns ernährt und beschützt werden, kann niemand so genau beantworten. Vielleicht sind unsere unzivilisierten Freunde einfach schlauer als wir und verstehen es, uns auszunutzen.

 

Ich hoffe, Sie sehen in diesen Zeilen keinen versteckten Aufruf zum Tiere hassen. Nein ich mag Tiere auch ganz gerne und plädiere für einen würdevollen Umgang mit ihnen. Ein würdevoller Umgang bedeutet für mich aber nicht, keine Tiere mehr zu verspeisen und die Forschung an ihnen zu verbieten.

 

Jedes Wesen ist so programmiert, daß es sein Leben lang ausschließlich die Dinge tut, die für sein Wohlbefinden und Überleben wichtig sind. Ihre Katze bleibt bei ihnen, weil sie weiß, daß sie von Ihnen Freßchen bekommt und gestreichelt wird. Doch revanchiert sie sich irgendwann einmal bei Ihnen dafür? „Gut“ werden Sie jetzt sagen „macht sie nicht, aber mein Hund ist immer für mich da“. Das ist richtig, aber wäre er auch für Sie da, wenn Sie ihn nicht ernähren und streicheln würden? Und warum streicheln Sie Ihren Hund? Weil Sie so tierlieb sind oder doch eher weil Sie wissen, daß er sich mit seiner Anwesenheit und seinem weichen Streichelfell dafür „bedankt“? Überprüfen Sie ruhig einmal Ihr tägliches Verhalten. Ich verspreche Ihnen, Sie werden nicht eine völlig selbstlose Tat bei sich entdecken. Aber so ist es und so soll es auch sein. Ein sich aufopfernder Mensch verspricht sich durch seine Taten lediglich eine Belohnung für sich selbst. Sei es die Liebe des anderen oder die innere Ruhe oder Stolz oder Anerkennung oder, oder, oder. Auch wenn ich mich für die Würde der Tiere einsetze, mache ich das, wenn ich ehrlich bin, weil ich mich dabei besser fühle.

 

Aus diesem Grund ist es verständlich, daß Wissenschaftler für die Erforschung eines neuen Medikamentes oder einer neuen Therapie – die das eigene Überleben und das Überleben der Menschheit sichert – Versuche an Tieren durchführen. Selbstverständlich würde jeder Wissenschaftler nur zu gern auf Tiere verzichten, wenn es eine Alternative gäbe. Er würde daraus einen großen Nutzen für sich ziehen – z. Bsp.: die Dankbarkeit der Tierfreunde. Leider besteht die einzige Alternative zu einem Tierversuch darin, einen Menschen ins Labor zu locken. Ich denke, auch noch so große Tierfreunde sehen ein, daß vor dem Schutz anderer Rassen biologisch bedingt der Schutz der eigenen steht. Ähnlich verhält es sich beim Verspeisen von Tieren. Die Forschung ist noch nicht soweit, ausschließen zu können, daß Fleisch unwichtig für die Ernährung ist. Momentan gilt als gesichert, daß wir ab und zu Fleisch verspeisen müssen. Sollten wir vielleicht Menschenfleisch essen? Denkt ein Fleisch fressender Hund  über Tierschutz nach? Können Sie ausschließen, daß Ihr Hund oder Ihre Katze vor Ihrem eigenen Körperfleisch zurückschrecken würden?  Wäre – gesetzt alle Menschen wären Vegetarier – es nicht ein Verbrechen an der Umwelt noch mehr pestizidverseuchte Ackerbauflächen zu schaffen? Und haben letztendlich Pflanzen nicht auch Gefühle?

 

Ich denke nach der ehrlichen Beantwortung dieser Fragen stellen wir fest, daß wir, so gut wir auch immer sein möchten, lediglich ein Teil der Nahrungskette sind, der wir uns nicht entziehen können.

 

Doch trotz den Punkten, die zeigen, daß der Mord an einem Tier in einigen Fällen zur Zeit unumgänglich ist, liegt es in unseren Händen, den Tieren ein würdevolles Leben zu ermöglichen (natürlich in Erwartung der „Streicheleinheiten“ für unser Gewissen).

 

Denn: Wir brauchen keine Massentierhaltung, wo Schweine übereinanderliegen müssen, weil nicht ausreichend Platz zur Verfügung stehet. Wir brauchen keine Experimente an Tieren, in denen es darum geht, noch mehr Mittelchen gegen Kopfschmerzen oder andere „Kleinigkeiten“ zu entwickeln. Wir brauchen keinen Zirkus, in den wir Tiere stecken, nur um uns über sie zu amüsieren. Wir brauchen keinen Zoo, in den wir Tiere einsperren und sie somit ihrer natürlichen Umgebung berauben. Wir brauchen keinen Kanarienvogel, den wir zur Belustigung in einen engen Käfig zwängen. Wir brauchen keine Meerschweinchen, Kaninchen, Fische, Reptilien usw. und es sollte sich auch jeder dreimal überlegen, ob er einer Katze und einem Hund den Freiraum lassen kann den sie brauchen. Und letztendlich – und darauf wollte ich hinaus - :

 

Wir brauchen keine Tiere, um an Ihnen die Wirkung von Drogen zu testen!  

 

Wir wissen, daß es einen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt, der sich „positive Dopaminhemmer“ nennt. Der Mensch hat die Möglichkeit, sich selbstständig von seiner Sucht zu befreien. Ein Tier leider nicht. Es ist daher unverantwortlich, ein Tier mit Drogen vollzupumpen. Um die Gehirnströme nach der Einnahme von Drogen zu messen, kann man sich – ausnahmsweise – auch einen momentan abhängigen Menschen einladen. Da Tiere keine Möglichkeit haben, mit Drogen umzugehen, ist es unverantwortlich, sie damit vollzupumpen und abhängig zu machen.

 

Schönen Gruß an die Wissenschaftler: „hört auf mit dem Scheiß!“

 

 

 

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