Impressum | Email | Links | Home
Buch

Einleitung
Teil1 - Phil. Sichtweisen
Teil2 - Wiss. Erklärungen
Teil3 - Lösungen
         Aufhören o. Weiterm.?
         Kein Ende in Sicht?
         Das Suchtgedächtnis
         Allg.Medizin
         Kurz und schmerzlos
         Vom Dunkel ins Licht
         Eine Ausnahme
         Abst. Drogenkonsum
         Zusammenfassung
Teil4 - Standpunkte
Komplettdownload
 
 

Teil3 - Lösungen - Allgemeine Medizin

 

Allgemeine Medizin

 

Wir therapieren euch alle!

 

Ein Affe hat das Pech, wohl Zeit seines Lebens nicht in den Genuß zu kommen, ein Professor, ein Doktor oder ein Wissenschaftler zu sein. Weiterhin hat er nicht die Möglichkeit, sich intensiv mit Drogen und deren Wirkungen auseinanderzusetzen.

Anders der Mensch. Professor, Doktor, Wissenschaftler und Drogenforscher wird er beinahe über Nacht. Und so wundert es nicht, daß der Mensch im Laufe der Jahrhunderte einen Berg voll Weisheiten für angehende Drogenpensionäre angehäuft hat.

Betrachten wir uns einmal die interessantesten, von Menschenhand geschaffenen Methoden zur Suchtbekämpfung.

 

Medikamente:

 

Der Bekämpfung der Opiatsucht widmen die Wissenschaftler einen großen Teil ihres Forschungstriebes. So werden zur Zeit verschiedene Mittel getestet, die das „Suchtgedächtnis“ auslöschen sollen. Weiterhin gibt es Tests, in denen man Heroinkonsumenten mehrmals täglich Opiate im Wechsel mit Cortison verabreicht. Der Clou daran ist, daß die Opiate dann verabreicht werden, wenn es der Konsument gar nicht möchte. Sein „Suchtgedächtnis“ soll somit umstrukturiert werden. Des Weiteren drängen unzählige Medikamente auf den Markt, die die Aufgabe haben, bestimmte Rezeptoren zu blockieren, die bei der Drogenwirkung beteiligt sind. Leider werden auch diese von teilweise sehr heftigen Nebenwirkungen überschattet. Meiner Meinung nach ist es auch nicht besonders vorteilhaft, natürliche Rezeptoren zu blockieren, da sie eine bestimmte natürliche Aufgabe zu erfüllen haben. Aber ich bin kein Wissenschaftler und halte mich da lieber raus.

Medikamente gegen die bösen Entzugserscheinungen erobern ebenso den Markt. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat sich das Mittelchen Zyban erkämpft. Es hilft die unkontrollierbaren Schmerzen beim Entzug von Zigaretten zu lindern. Die einzigen Nachteile dieser Wundermittel bestehen in den noch nicht absehbaren Nebenwirkungen und im entstehen lassen von Entzugserscheinungen!?

 

Auch die Anästhesisten verdienen ein zusätzliches Taschengeld mit den Drogenkonsumenten. Es gibt einige Kliniken, die Drogenentzug unter Vollnarkose mit anschließender, etwa einjähriger, Medikamentenbehandlung anbieten (1).  Na, wenn das keine feine Sache ist?

 

Alles in allem, ganz tolle Möglichkeiten, die den Konsumenten „heilen“ aber gleichzeitig keine wirklich, dauerhafte „Heilung“ garantieren.  

  

Ersatzdrogen:

 

Ein weiterer interessanter Trick, von den unliebsamen Drogen wegzukommen, besteht darin, sich einfach andere Drogen mit ähnlicher Wirkung zu verabreichen.

 

Klingt nicht nachvollziehbar? Ist es auch nicht!

 

Die Idee heißt Substitutionsbehandlung. Der Konsument klebt sich ein Pflaster mit Drogen auf die Stirn oder nimmt ein paar Pillchen ein, die eine ähnliche Wirkung haben, wie die Droge, von der er loskommen möchte. Der Clou liegt darin, daß der Konsument die Dosis langsam herunterschraubt, bis er eines Tages bei null angelangt ist und als geheilt gilt.

 

Echt schöne Idee, wenn es darum geht, illegale Drogen als legal zu verkaufen. Dem Konsumenten helfen tut so etwas aber wirklich nicht!

 

Vielleicht gelingt einigen der Sprung in die Abstinenz. Aber nicht wegen sondern trotz den Ersatzdrogen.

 

Therapien:

 

Selbst wenn ich wollte, ich könnte an dieser Stelle nicht alle Therapien aufzählen, die angeboten werden, da ich Jahre bräuchte, um mich über alle zu informieren. Das Spektrum reicht von Hypnose und Akupunktur über Meditation und Glaube an Gott bis zu jahrelanger psychologischer Betreuung oder der lebenslänglichen Mitgliedschaft in einer Gruppe von anonymen Leidensgenossen. Einige von ihnen versprechen Erfolg, andere wiederum nicht. Einige sollen mit ein wenig innerem Kampf tatsächlich ein Leben lang wirken. Andere halten nur für drei Monate. Fakt ist, daß fast alle den Betroffenen unglaublich kämpfen lassen und ihm im Voraus suggerieren, das sein Kampf ein Leben lang dauern wird und er sich doch bitteschön auch ebenso lange als an der Schwelle zur Krankheit lebend fühlen soll.

 

Allen Carrs – Easyway:

 

Der eindeutig beste Ansatz, wenn es darum geht, dem Konsumenten „kurz und schmerzlos“ die undurchsichtige Brille vom Kopf zu nehmen, ist die Easyway-Methode. Ihr Begründer Allen Carr pocht jedoch leider in seinen Büchern darauf, daß Drogen keine Vorteile bieten. Er hat damit im Endeffekt recht, aber wie wir wissen, bieten uns ausnahmslos alle Drogen eine ganze Reihe von Vorteilen. Dennoch verbeuge ich mich persönlich vor diesem Menschen, der mit seiner unkonventionellen Methode und seinem weltweiten Netz von Beratungsstellen dazu beigetragen hat, vielen Menschen einen Weg, abseits der Drogen, zu zeigen.

 

Wir wollen im folgenden nicht dazu beitragen, die Anzahl der Methoden um eine weitere zu erhöhen. Unser Ziel ist es lediglich, mit einigen Mythen im Bezug auf das Ende der Drogenkarriere aufzuräumen.

 

(1)   Dr. med. Georg Kostyrka Facharzt für Anästhesiologie

 

 

 

weiter