Nach all den
Informationen, die wir bislang über Drogen gesammelt
haben, müssen wir uns spätestens jetzt einer wichtigen
Frage stellen.
„Aufhören oder
weitermachen?“
Wenn wir versuchen, mit
der logisch denkenden Gehirnhälfte diese Frage zu
beantworten, sollte die Antwort auf ein klares Aufhören
hinauslaufen. Die Fakten sprechen eindeutig dafür. Die
hinterlistige Art der Drogen ist enttarnt. Es ist weder
vernünftig noch bringt es irgendwelche langfristigen
Vorteile mit sich, weiterzumachen.
Von Kindern wird verlangt,
daß sie die Intelligenz besitzen, fremde Erwachsene zu
durchschauen und hinter der vertrauenserweckenden Fassade
den Teufel erkennen. Erwachsene oder angehende Erwachsene
sollten demzufolge die Intelligenz besitzen, Drogen zu
durchschauen.
Aber Hand aufs Herz, ist
das wirklich so einfach? Können wir uns in jeder Situation
auf unsere Logik verlassen? Oder handeln wir doch in
einigen Momenten eher nach unseren Gefühlen?
Die meisten
Drogenkonsumenten versuchen zumindest einmal in ihrer
Karriere den Ausstieg. Fast jeder von ihnen entscheidet
sich dafür durch das Abwiegen von positiv und negativ. Die
logische Gehirnhälfte oder die Vernunft ist zu allem
bereit. Die Kräfte werden gesammelt. Den brenzligen
Situationen wird aus dem Weg gegangen. Die Überzeugung es
zu schaffen steigt. Nichts kann einen mehr von der
getroffenen Entscheidung abbringen. Doch dann … es trifft
einen wie der Dolch ins Herz. Die unvermeidliche
Gelegenheit kommt und das Gefühl siegt über die Vernunft.
Das „Spiel“ beginnt von vorn. Die meisten ergeben sich
nach einigen solcher energieraubenden „Spielchen“ ihrem
Schicksal.
Vielleicht ist es ja
doch besser weiterzumachen. Vielleicht ist es
vorherbestimmt. Vielleicht ist es einfach unvermeidlich.
Vielleicht braucht der Mensch wenigstens ein Laster.
Vielleicht erscheint das Leben ohne Krücke nur noch grau
in grau. Also lieber ein paar Jahre früher sterben und
dafür das Leben auskosten.
Doch was ist mit denen,
die sich entweder hinstellen und sagen: „Drogen? So was
brauche ich nicht. Mir geht es auch ohne sehr gut.“ oder
„Drogen? Habe ich auch mal genommen. Aber jetzt weiß ich,
daß es ein Fehler war. Das Leben ist ohne viel schöner.“?
Sind das die großen
Ausnahmen? Sind sie einfach nur stärker? Oder Lügen sie
schlicht weg?
Wir sehen, es ist nicht
leicht eine Antwort auf die Ausgangsfrage zu finden. Es
scheint, als gebe es gar keine eindeutige Antwort. Der
Kopf sagt „aufhören!“ das Herz sagt „weitermachen!“.