Impressum | Email | Links | Home
Buch

Einleitung
Teil1 - Phil. Sichtweisen
Teil2 - Wiss. Erklärungen
Teil3 - Lösungen
         Aufhören o. Weiterm.?
         Kein Ende in Sicht?
         Das Suchtgedächtnis
         Allg.Medizin
         Kurz und schmerzlos
         Vom Dunkel ins Licht
         Eine Ausnahme
         Abst. Drogenkonsum
         Zusammenfassung
Teil4 - Standpunkte
Komplettdownload
 
 

Teil3 - Lösungen - Aufhören oder Weitermachen?

 

Aufhören oder weitermachen?

 

Ich bin schizophren

 

Nach all den Informationen, die wir bislang über Drogen gesammelt haben, müssen wir uns spätestens jetzt einer wichtigen Frage stellen.

 

„Aufhören oder weitermachen?“

 

Wenn wir versuchen, mit der logisch denkenden Gehirnhälfte diese Frage zu beantworten, sollte die Antwort auf ein klares Aufhören hinauslaufen. Die Fakten sprechen eindeutig dafür. Die hinterlistige Art der Drogen ist enttarnt. Es ist weder vernünftig noch bringt es irgendwelche langfristigen Vorteile mit sich, weiterzumachen.

Von Kindern wird verlangt, daß sie die Intelligenz besitzen, fremde Erwachsene zu durchschauen und hinter der vertrauenserweckenden Fassade den Teufel erkennen. Erwachsene oder angehende Erwachsene sollten demzufolge die Intelligenz besitzen, Drogen zu durchschauen.

Aber Hand aufs Herz, ist das wirklich so einfach? Können wir uns in jeder Situation auf unsere Logik verlassen? Oder handeln wir doch in einigen Momenten eher nach unseren Gefühlen?

Die meisten Drogenkonsumenten versuchen zumindest einmal in ihrer Karriere den Ausstieg. Fast jeder von ihnen entscheidet sich dafür durch das Abwiegen von positiv und negativ. Die logische Gehirnhälfte oder die Vernunft ist zu allem bereit. Die Kräfte werden gesammelt. Den brenzligen Situationen wird aus dem Weg gegangen. Die Überzeugung es zu schaffen steigt. Nichts kann einen mehr von der getroffenen Entscheidung abbringen. Doch dann … es trifft einen wie der Dolch ins Herz. Die unvermeidliche Gelegenheit kommt und das Gefühl siegt über die Vernunft. Das „Spiel“ beginnt von vorn. Die meisten ergeben sich nach einigen solcher energieraubenden „Spielchen“ ihrem Schicksal.

 

Vielleicht ist es ja doch besser weiterzumachen. Vielleicht ist es vorherbestimmt. Vielleicht ist es einfach unvermeidlich. Vielleicht braucht der Mensch wenigstens ein Laster. Vielleicht erscheint das Leben ohne Krücke nur noch grau in grau. Also lieber ein paar Jahre früher sterben und dafür das Leben auskosten.

 

Doch was ist mit denen, die sich entweder hinstellen und sagen: „Drogen? So was brauche ich nicht. Mir geht es auch ohne sehr gut.“ oder „Drogen? Habe ich auch mal genommen. Aber jetzt weiß ich, daß es ein Fehler war. Das Leben ist ohne viel schöner.“?

Sind das die großen Ausnahmen? Sind sie einfach nur stärker? Oder Lügen sie schlicht weg?

Wir sehen, es ist nicht leicht eine Antwort auf die Ausgangsfrage zu finden. Es scheint, als gebe es gar keine eindeutige Antwort. Der Kopf sagt „aufhören!“ das Herz sagt „weitermachen!“.

 

Sind wir alle schizophren?

 

Ja!

 

 

weiter