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Buch

Einleitung
Teil1 - Phil. Sichtweisen
         Der Stand der Dinge
         Das erste Mal
         Einmal und immer wieder
         Immer die anderen
         Gut vs. Schlecht
Teil2 - Wiss. Erklärungen
Teil3 - Lösungen
Teil4 - Standpunkte
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Teil1 - Philosophische Sichtweisen - Der Stand der Dinge

 

Der Stand der Dinge

 

Es sieht nicht gut aus!

 

Den Informationen des DHS ist folgendes zu entnehmen:

 

Vor allem der Gebrauch von Alkohol ist unter der erwachsenen Bevölkerung (Altersgruppe 18 bis 59) in Deutschland weit verbreitet. Nach einer Repräsentativbefragung gaben lediglich 9,6% der Männer und 14,9% der Frauen an, in den letzten zwölf Monaten keinen Alkohol konsumiert zu haben. In Ostdeutschland sind die Abstinenzraten sowohl bei Männern als auch bei Frauen noch niedriger (Männer: 6,4%; Frauen: 7,6%).

Hochgerechnet auf die erwachsene Bevölkerung weisen insgesamt 5,8 Millionen Menschen (3,8 Millionen Männer und 2 Millionen Frauen) einen starken Alkoholkonsum (Männer: mehr als 40g Reinalkohol/Tag; Frauen: mehr als 20g Reinalkohol/Tag) auf. Nach den Kriterien des DSM-IV konsumieren (in den Altersgruppen 18 bis 59) insgesamt 2,4 Millionen Menschen mißbräuchlich Alkohol (=8,1% der Männer, 1,9% der Frauen). Weitere 1,5 Millionen Personen der erwachsenen Bevölkerung (4,9% der Männer, 1,1% der Frauen) müssen nach DSM-IV als alkoholabhängig bezeichnet werden. 

 

Auch dem Rauchen widmet sich ein großer Teil der Menschen. Hochgerechnet auf die erwachsene Bevölkerung (Altersgruppen 18 bis 59) ist in Deutschland von 17,8 Millionen Rauchern auszugehen (rund 37% der Befragten).Von diesen Rauchern sind 6,7 Millionen als starke Raucher (durchschnittlich 20 und mehr Zigaretten täglich) einzuschätzen.

 

Ein wenig „Hoffnung“ bieten die Konsumentenzahlen der illegalen Drogen. Im Zeitraum von zwölf Monaten vor der Befragung konsumierten hochgerechnet etwa 2,2 Millionen Menschen (rund 5%) der erwachsenen Bevölkerung (Altersgruppen 18 bis 59) illegale Drogen, davon in Westdeutschland 2 Millionen (6,4% der Männer und 3,3% der Frauen), in Ostdeutschland 220.000 (3,6% der Männer und 1,7% der Frauen). Der Konsum illegaler Drogen ist altersspezifisch. In der Altersgruppe der 21- bis 24jäh­rigen werden am häufigsten illegale Drogen konsumiert. Bei der Mehrheit der Konsumenten illegaler Drogen handelt es sich um Cannabis-Konsumenten. Im 1-Jahres-Zeitraum vor der Befragung konsumierten rund 14,7% der 21-24jährigen in Westdeutschland sowie 5,4% der gleichaltrigen Ostdeutschen Cannabis. Von einem Mißbrauch illegaler Drogen nach den Kriterien des DSM-IV ist bei insgesamt 265.000 westdeutschen Personen 1% der befragten Männer und 0,4% der befragten Frauen im Alter von 18 bis 59 Jahren zu sprechen. Hierbei jedoch vorwiegend in den jüngeren Altersgruppen. Es handelt sich hauptsächlich um Konsumenten von Cannabis und Ecstasy.

 

Spätestens nach Verinnerlichung dieser Zahlen wissen wir, daß der Drogenkonsum keine Randerscheinung ist. Es stellt sich die Frage, warum gerade das scheinbar intelligenteste Wesen unseres Planeten so gern zu Drogen greift. Um eine Antwort darauf zu finden, klären wir in den folgenden drei Kapiteln, warum es so schwer ist, dem „ersten Mal“ aus dem Weg zu gehen, warum es in den meisten Fällen nicht bei diesem einen Mal bleibt und wer oder was letztendlich die Verantwortung für den übermäßig hohen Drogenkonsum der Menschen trägt

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