Thalianer sind die
Bewohner des noch unentdeckten Planeten Thal. Sie
unterscheiden sich weder in ihrem Aussehen noch in ihrem
Verhalten grundsätzlich von uns Menschen. Sie werden klein
geboren, wachsen etwas und sterben, nachdem sie ein wenig
geschrumpft sind. Ähnlich wie wir beginnen sie ihre
„Lebenskarriere“ in der Schule, lernen im Anschluß einen
Beruf, üben diesen aus und lernen vielleicht später noch
ein oder zwei weitere. Zwischenzeitlich pflanzen sie sich
fort, setzen sich dann irgendwann zur Ruhe und enden als
kleiner Aschehaufen. Den einzigen nennenswerten
Unterschied zu uns findet man in der Ernährung. Die
Thalianer verspeisen ausschließlich Pflanzen. Diese so
genannten Thalionen stillen neben dem Hunger auch den
Durst der Thalianer. Eine der etwa fünfzig Zentimeter
hohen Pflanzen deckt ihren gesamten Tagesbedarf und ist
das einzig bekannte Nahrungs- und Genußmittel des
Planeten.
Ein Tag auf dem Thal hat
wie auf der Erde 24 Stunden und ein erwachsener Thalianer
benötigt maximal 4 Stunden Schlaf pro Nacht. Es bleibt
dementsprechend mehr Zeit, für andere Aufgaben. Der „sechzehn-Stunden-Arbeitstag“,
hat aus den Bewohnern des Planeten eine technische
Übermacht werden lassen. Im Gegensatz zu uns wissen die
Thalianer bereits seit langem, daß sie nicht die einzige
Lebensform im Universum sind. Sie haben die Menschheit
bereits vor mehr als zweihundert Jahren entdeckt. Dennoch
möchten sie keinen Kontakt mit uns aufnehmen und
verhindern mittels komplizierten visuellen
Täuschungsmechanismen, von uns entdeckt zu werden.
Vor einigen Jahren begann
ein Team von Forschern damit, uns zu beobachten und unser
Verhalten zu studieren. Jedem Forscher wurden zwei
zufällig ausgewählte Menschen (ein Männchen und ein
Weibchen) zugeteilt.